Harte Fights in den ersten Rennen der eSports WTCC

Im April wurde angekündigt, dass RaceRoom, Eurosport Events, KW suspensions und die FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft sich zusammentun, um eine neue Online-Rennserie zu kreieren – die eSports WTCC. Das Konzept der Liga beinhaltet verschiedene Elemente des virtuellen Racings, so wie Hotlapping, Online-Multiplayer-Rennen und Events an den echten Rennstrecken. Außerdem wurde die Liga so aufgebaut, dass wirklich jeder Fahrer daran teilhaben kann, mit Rennen in verschiedenen Divisionen und Liveübertragungen der Rennen.

Die Ankündigung schlug hohe Wellen in der Simracing-Community. Für das erste Rennen in Monza versuchten sich fast 3000 Fahrer zu qualifizieren. An der Spitze des Leaderboards wechselten die Honda-Fahrer Juan Manuel Gomez und Alexander Dornieden mehrfach die Spitze. Am Renntag eröffnete die Division 2 das Geschehen und Stefan Fritsch und Michel Gauch lieferten sich einen großartigen Fight um den Sieg. Dann war es Zeit für das Hauptevent. Im Qualifying lieferten sich die drei deutschen Fahrer Dornieden, Julian Kunze (Chevrolet) und Tim Heinemann (Honda) bereits einen harten Kampf. Und auch nach dem Start des Rennens wurde gefightet: Heinemann stürmte an die Spitze, und als Kunze und Dornieden kollidierten, war der Weg frei für Heinemann, der sich den ersten Saisonsieg sichern konnte. Für das zweite Rennen wurden die Karten neu gemischt. Umgekehrte Startreihenfolge in den Top 10, und David Nagy war auf Pole. Der Ungar sah zunächst aus wie der sichere Sieger, doch dann verlor er die Kontrolle über seinen Volvo in der zweiten Schikane und drehte sich ins Kiesbett. Währenddessen kämpfte sich Tim Heinemann blitzschnell durch das Feld und war schon wieder in Führung. Doch Márk Nándori hatte er nicht auf der Rechnung. Der ungarische Honda-Fahrer überholte Heinemann und sicherte sich seinerseits den Sieg.

Als nächstes ging es an den Hungaroring, und nach den guten Rennen in Monza meldeten sich viele neue Fahrer an. Das französische Team Virtualdrivers by TX3 schlug direkt ein und Tanguy Pedrazzoli sicherte sich die erste Position auf dem Leaderboard vor dem Rennen. Im Rennen war es dann jedoch sein Teamkollege Thomas Petitjean, der sich direkt bei seinem Debüt den Sieg holen konnte nach einem Dreikampf mit Julian Kunze und Alexander Dornieden. Aber nicht ohne Diskussionen, denn Julian Kunze war mit der Fahrweise des Franzosen gar nicht einverstanden. Letztendlich gab es eine Fünf-Punkte-Strafe für Petitjean, doch den Sieg durfte er behalten. Im zweiten Rennen schlug dann die Stunde der Volvos. Gergo Baldi von Wauters Automotive ging direkt in Führung, während Jan Stange mit seinen Überholmanövern auf der Außenbahn das Publikum begeisterte. Baldi konnte er aber nicht mehr schnappen, und somit ging der Sieg an Gergo Baldi vor Jan Stange und Nikodem Wisniewski. Citroen-Fahrer Nikita Shaposhnik gewann das Rennen der zweiten Division.

Auf der Nordschleife wurde es dann richtig schwierig für die Fahrer. Nikita Shaposhnik wurde der erste Fahrer, der mehr als ein Rennen gewinnen konnte, als er sich den Sieg in der Division 2 sichern konnte. In der ersten Division ging Julian Kunze von EURONICS Gaming als der große Favorit in das Rennen. Aber im Qualifying konnte sich Jan Stange die Pole Position sichern. Stange, Dornieden und Kunze kämpften direkt um die Führung. Für Kunze war der Kampf jedoch schnell beendet, nachdem er bei Wehrseifen in die Leitplanke einschlug. Stange sah wie der sichere Sieger aus, doch auf der letzten Runde machte auch er einen Fehler Ausgang Schwedenkreuz und drehte sich. Somit war es Alexander Dornieden, der seinen ersten Saisonsieg feiern konnte, vor dem beeindruckenden Newcomer Kevin Siggy Rebernak aus Österreich und Jan Stange. Im zweiten Rennen gab es dann einen ganz besonderen Sieger. Norbert Leitner hatte im Qualifying nicht mal eine Rundenzeit setzen können. Doch die drei Runden im Rennen spulte er fehlerfrei ab, und so konnte auch er sich in die Siegerliste eintragen.

Nachdem sechs verschiedene Fahrer die sechs Rennen gewinnen konnten, ist in der Meisterschaft noch alles offen. Alexander Dornieden bestach bisher mit einer enorm starken Mischung aus Pace und Konstanz und führt daher verdient die Tabelle an, vor seinem Impact-Racing-Teamkollegen Jan Stange. Aber mit noch sieben Strecken und vierzehn Rennen auf dem Kalender kann noch alles passieren. Und es ist auch noch möglich, selber mitzumachen. Das Leaderboard für die nächste Runde in Portimao läuft noch bis zum 11. Juni. Einfach selber mitfahren, oder einen Blick auf die kompletten Ergebnisse werfen: http://game.raceroom.com/championships/12

Falls Du die Live-Übertragungen verpasst hast, kein Problem. Wir haben ein Videoarchiv mit allen Rennen und weiteren Videos:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLr4ke9DY1aEnfOCDWcjl73QHB2kuEqyMt

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